Samstag, 15. Oktober 2011
Zu den Arbeiten eines Künstlerkollegen
Text hier: http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/viewtopic.php?p=321623#321623
Zu den Arbeiten eines Künstlerkollegen

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Dienstag, 4. Oktober 2011
frieze d/e, Herbst 2011 - zweitens
Man kann es diesem Magazin durchaus nicht vorwerfen, daß dessen Beiträge von langweiligen Installationen, künstlerischer Müllaufbereitung und pseudointelligenten Hervorbringseln handeln. Das spiegelt nämlich nur die unglaubliche Desorientierung im zeitgenössischen Kunstbetrieb wider. Darüberhinaus ist es einfach Dummheit, wenn in einerm Artikel über das wohlbekannte Sockelproblem der Name Joseph Beuys nicht fällt, obwohl dieser einmal äußerte: "Ich befasse mich nur noch mit dem Sockel". Die "(Neo-)Moderne" , die jener Magazinkosmos unausgesprochen verhandelt, ist intellektuell und emotional tot. waste land, sodass es überhaupt keine Schande ist, diesen artistischen kapitalistischen mainstream zu ignorieren.
frieze d/e, Herbst 2011 - zweitens

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Freitag, 22. Juli 2011
Besinnung!
"Sofern der Mensch auch im Zeitalter der zu ihrer uneingeschränkten Gewalt ermächtigten Machenschaft sich als Tier (Lebewesen)begreift, bleibt für ihn selbst (als "wir" und "ich" in gleicher Weise) nur noch das "Er-lebnis" als diejenige Einrichtung seines Verhaltens und seiner Haltung, die ihm den Schein der Selbstbehauptung gegenüber dem Seienden im Umkreis der Machenschaft verstattet. Die Steigerung der Weite und Schnelligkeit, der Billigkeit und Öffentlichkeit des "Erlebens" ist das Zeichen dafür, daß die letzten Schranken für die Gewalt der Machenschaft gefallen sind." (17)

"Das vernünftige Tier ist zum Subjekt geworden und hat die Vernunft zur Historie entfaltet, deren Wesen mit dem der Technik zusammenfällt. Der Mensch der vollendeten Neuzeit ist das historische Tier, dem das Seiende im Ganzen als "das Leben" erscheint und das eigene Treiben aus seiner Getriebenheit als "das Erlebnis" zum Wünschbaren erhoben hat." (27)

Q.: M. Heidegger, Besinnung, Gesamtausgabe Bd. 66, Frankfurt am Main 1997
Besinnung!

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Donnerstag, 30. Juni 2011
68er Aufklärung
Der Frankfurter Kritischen Theorie ist es zu verdanken, daß 1947 das Buch von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno mit dem Titel Dialektik der Aufklärung erschienen ist. 1969 ist es mit großem Erfolg wiederveröffentlicht worden. Auch die heutige Kulturtheorie kann auf dieses Werk nicht verzichten. In der Sammlung zur Kulturtheorie herausgegeben von Roland Borgards "Texte zur Kulturtheorie und Kulturwissenschaft" (Stuttgart, Reclam 2010) ist ein Abschnitt aus der "Dialektik der Aufklärung" veröffentlicht, in dem es zur Kulturindustrie heißt (Zitat):

Alle
Massenkultur unterm Monopol ist identisch, und ihr Ske-
lett, das von jenem fabrizierte begriffliche Gerippe, be-
ginnt sich abzuzeichnen. An seiner Verdeckung sind die
Lenker gar nicht mehr so sehr interessiert, seine Gewalt
verstärkt sich, je brutaler sie sich einbekennt. Lichtspiele
und Rundfunk brauchen sich nicht mehr als Kunst auszu-
geben. Die Wahrheit, daß sie nichts sind als Geschäft, ver-
wenden sie als Ideologie, die den Schund legitimieren soll,
den sie vorsätzlich herstellen. Sie nennen sich selbst In-
dustrien, und die publizierten Einkommensziffern ihrer
Generaldirektoren schlagen den Zweifel an der gesell-
schaftlichen Notwendigkeit der Fertigprodukte nieder.
68er Aufklärung

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Freitag, 22. April 2011
Körperkult
Verbrechen, Gewalt und Sex sind die körperorientierten Bilder der Massenmedien. Vor zehn, zwanzig Jahren dominierte diese geistlose Thematik noch nicht in diesem Ausmaß "Funk und Fernsehen". Und vor allem der amerikanische Einfluß verstärkte diese Tendenz. Der amerikanische Pragmatismus und Materialismus, die profitorientierte Massenkultur, baute an einem Menschenbild gewalttätigen Miteinanders. Grundorientierung ist dabei der Kult des Körpers, den die Werbung ausufernd und überbordend zum Thema machte. Geist lässt sich schlecht verkaufen, denn er ist eigenwillig.
Körperkult

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Montag, 11. April 2011
Neu
Ein "Gelsenkirchener Zirkel" fordert zum Denken auf. Hier: http://mutschrift.blogger.de/
Neu

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Mittwoch, 23. März 2011
Paul Feyerabend
Mit Siebzig verstarb vor siebzehn Jahren Paul Feyerabend, der österreichische, anarchistische Philosoph (ders., Wider den Methodenzwang. Skizze einer anarchistischen Erkenntnistheorie, Frankfurt a. M. 1976).
Was ist von seinem "Anything goes (Mach, was du willst)" geblieben?
Ich entdeckte gerade ein durchaus eigenwilliges Statement in diesem Theoriebüchlein:
Zitat: "man braucht eine Traumwelt, um die Eigenschaften der wirklichen Welt zu erkennen, in der wir zu leben glauben (und die in Wirklichkeit vielleicht nur eine andere Traumwelt ist)." (51)
Paul Feyerabend

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Sonntag, 20. März 2011
Was tun?
Demokratur des Seichten allüberall. Wie kann man sich retten, um darin nicht ertränkt zu werden? Eigene Inseln bauen und sich nicht den Forderungen des Anspruchslosen beugen vielleicht? Ich bin ratlos.
Was tun?

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Freitag, 4. März 2011
Zur Sache Martin Heidegger 3: "wahnhafte Illusionen"
Otto Pöggeler, einst Bochum (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_P%C3%B6ggeler ), schrieb 1992 in der Einleitung zu seinem Buch "Neue Wege mit Heidegger" (München 1992, 11):
"Mag die politische Situation von 1933 auch noch viel an Unentschiedenheit und Offenheit gehabt haben, so kann man doch das Urteil nicht zurückhalten, daß es wahnhafte Illusionen waren, die Heidegger mit dem angeblichen "Aufbruch" verband. Als er sich auf seine philosophische Arbeit zurückgeworfen sah, schrieb Heidegger in den Jahren 1936 - 1938 sein zweites Hauptwerk, die "Beiträge zur Philosophie". Er hat selbst seinen engsten Schülern gegenüber von dieser Arbeit nicht gesprochen; zweifellos konnte er damals nicht an eine Veröffentlichung denken, wurde doch z. B. die herrschende Ideologie - der Rassenwahn - als "reiner Blödsinn" (Beiträge 163) abgetan."
Zur Sache Martin Heidegger 3: "wahnhafte Illusionen"

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Sonntag, 9. August 2009
Technik
"Die befreiende Kraft der Technologie - die Instrumentalisierung der Dinge - verkehrt sich in eine Fessel der Befreiung, sie wird zur Instrumentalisierung des Menschen" (Herbert Marcuse ca. 1967).
Technik

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