Montag, 12. Januar 2009
Krise und Geistlosigkeit
"Die „Geistlosigkeit” der modernen Welt, die sich insbesondere in der hemmungslosen Bedürfnisbefriedigung zeigt, besteht für Hösle im fehlenden Rückbezug auf die Voraussetzungen der Subjektivität, auf die natürlichen und gesellschaftlichen Grundlagen sowie auf „ein ideales Ganzes”, das Absolute. Nur eine Philosophie, die Leben als Grundlage des Geistes und diesen als die Wahrheit des Lebens denkt, hat Aussichten, die ökologische Krise metaphysisch zu interpretieren."

Diese interessanten Gedanken stehen in einem Artikel über das Werk des deutschen Philosophen Vittorio Hösle (geb. 1960), ich denke, ein Name, den man sich merken muß.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vittorio_H%C3%B6sle
Krise und Geistlosigkeit

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"Philosophie des Glücks" selbst unter Ideologieverdacht?
Denn, Zitat:

"Die subjektivistische Glückstheorie unter Ideologieverdacht

Warum sind so wenige Philosophen bereit, den subjektivistischen Glücksbegriff zu akzeptieren? Die Erklärung dafür läuft auf nichts weniger als ein Paradox hinaus: einerseits deshalb, weil für sie ein subjektivistischer Glücksbegriff unter einem gewissen "Ideologieverdacht" steht. Andererseits aber auch deswegen, weil sie den Glücksbegriff selbst in einer quasi-ideologischen Weise instrumentalisieren, indem sie ihn mit weiteren Wertgehalten "aufladen". Die Motive sind jedesmal ehrenwert, aber nicht immer die Argumentationsstrategien, mit denen sie verwirklicht werden.

Warum steht der subjektivistische Glücksbegriff unter Ideologieverdacht? Schlicht deshalb, weil ein solcher Begriff keine Handhabe bietet, eine Verbesserung der objektiven Lebensumstände zu fordern. Wenn Glück eine rein subjektive Größe ist, ist es vielfach bequemer und unaufwendiger, die Bedürfnisse umzuorientieren als die objektiven Lebensumstände zu verbessern. Eine Strategie der Anpassung bietet unleugbare Vorteile – sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft. Die historische Erfahrung zeigt, dass Reformen und Revolutionen, aber auch Aufklärung und Emanzipation die Menschen in einem subjektivistischen Sinn von Glück keineswegs immer glücklicher, sondern vielfach nur anspruchsvoller und unzufriedener machen. Sind die Menschen in den neuen Bundesländern wirklich glücklicher in einem subjektivistischen Sinn als in DDR-Zeiten, auch wenn es ihnen objektiv sehr viel besser geht? Sind Agnostiker und Atheisten dadurch, dass sie weniger oder gar nicht in einem religiösen Glauben verankert sind, glücklicher als religiöse Fundamentalisten? Wenn Religion das Opium des Volkes ist, steht es sich dann notwendig subjektiv besser, wenn ihm dieses Opium genommen und durch die Errungenschaften des Sozialstaats ersetzt wird?"

Zitatquelle: Birnbacher, Philosophie des Glücks:
https://www.information-philosophie.de/index.php?a=1&t=218&n=2&y=1&c=1

auch hier schwingt mit eine Aversion gegen den sogenannten

Subjektivismus

mit der Tendenzbehauptung, der Mensch könne je einen objektiven Weg gehen!
"Philosophie des Glücks" selbst unter Ideologieverdacht?

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Heute 150. Todestag von
Friedrich Schlegel; siehe:
https://gutenberg.spiegel.de/?id=19&autorid=520
Heute 150. Todestag von

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Zuviel Emotionalität
ist in dieser wissenschaftsfundierten Kultur mit dem Bann des Minderwertigen belegt. Man sollte wissen, woher das Gefühl als primäres Lebenselement abgewertet wird: aus einem fundamentalistischen Glauben an die rationale Erklärbarkeit der Welt durch wissenschaftliche Umtriebe. Zugleich muss man dieser Wissenschaft sagen: "Die Wissenschaft denkt nicht" (Heidegger), die Wissenschaft rechnet, wie diese Maschine hier. Es gibt eine höhere Form des Denkens, als das rechnende Denken.
Zuviel Emotionalität

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