Donnerstag, 30. Oktober 2008
Die geschlossene Klappse
Eiskalte Neongänge
Tag und Nacht
von Mensch zu Mensch
ein Schreien und Taumeln
Aufsicht und Aufsicht und Kameras
kein Feuerzeug
kein Platz von
Ruhe noch Stille
verschlossen
die breiten Lederriemen
je seitwärts der Liege vierfach
Fenster nicht zu öffnen
Wartezeit auf nichts
auf farbige Pillen vielleicht
und Tee trinken
fragt der Weißkittel:
Wie geht es Ihnen
die Antwort immer die gleiche:
Gut!
Gut geht es
eine Dosiserhöhung
will man ja nicht
den eigenen Atem spüren
wenigstens
ein Zeichen
wenigstens
noch zu leben
was für ein Glück
in Lederriemen fixiert
atmet man noch
Zeit ist gestorben
was aber doch schmerzt
ist die gefolterte Seele
tagaus tagein
ob die Wunden je
heilen?
Die geschlossene Klappse

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Was alltagstauglich Profanes
Muß mal einen Moment meine Waschmaschine ausräumen, bin aber dann wieder zur Stelle ;o)
Was alltagstauglich Profanes

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"Der neue Mensch"
Als Symbolbild für den neuen Menschen wählte ich einen Butoh-Tänzer und zwar Yoko Ashikawa, um zu zeigen, dass ein neuer Mensch auch noch helle und dunkle Seiten hat...

"Der neue Mensch"

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Die neue Widerständigkeit

Die Zeit bürgerlich-proletarischer Barrikaden, die Zeit der Strassenkämpfe gegen Staatsmächte sind längst vorbei, obwohl sie hier und da noch aufflackern. Der Widerstand der Strasse und auf der Strasse ist eine lächerliche historische Farce. Äußerliche Gewalt schafft nur neue Gewalt, wie die Geschichte belegt.

Die Widerständigkeit heute bildet sich innerlich heraus.Wer in sich selbst nicht den Keim eines neuen Menschen mit all seinen bekannten und zu entdeckenden Attributen herausbildet, der tradiert nur das System, gegen das er voller Hybris angehen möchte. Ein zerstörerischer Impetus von "Schwarzen Anarcho-Blocks" etwa stabilisiert stärker das System als jedwede Staatsgewalt, weil diese Blocks in ihrem Anti das System verinnerlicht haben und Teil dessen sind.

Aber den Keim eines neuen Menschen in sich herausbilden und gebären und wachsen lassen, ist eine gesellschaftliche Widerständigkeit vom Kern her, von innen heraus.

In der neuen Widerständigkeit schafft der Mensch urdemokratisch seine Utopie in sich selbst, um sie zum Leben zu bringen.In diesen Prozeß greifen Herz, Hirn und Seele fundamental ein.

Die neue Widerständigkeit ist ein Wachsum einer neuen Species von Kämpfern in ihnen selbst: Ein Kampf gegen jedes korrupte und kaputte System findet gegen dessen Selbstverinnerlichung statt. Der Mensch befreit sich in sich selbst von seinem Widersacher und dessen inhumaner Organisationsgestalt. Und wird ein Neuer.

Die neue Widerständigkeit

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Von einer gewissen Subversivität heute...
Antonio Canova: Amor und Psyche (Liebe und Seele):


1793 Louvre
Von einer gewissen Subversivität heute...

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Von der Subversivität der Zartheit
Es gibt auch ein Vermögen des Menschen im Umgang mit sich und anderen, das sprengt die Brutalität der verschiedenen Erscheinungsweisen des Systems. Wenn sich das System in Szene setzt, ist es immer laut, rechthaberisch oder brutal.

Die Wahrheit kommt auf leisen Sohlen, leicht wie ein Windhauch.

Die Gewalttätigkeit des Systems zu unterlaufen ist auch da möglich,wo Zartheit ins Spiel kommt. Zärtlichkeit, die aus der menschlichen Liebe kommt, kann das System nicht nur irritieren, das mit Kanonen auf Spatzen zielt. Die Grobschlächtigkeit einer abgestumpften Gesellschaft ist der hier angesprochenen Leichtigkeit und Zärtlichkeit gegenüber hilflos. Die Zartheit menschlicher Manifestationen, wo immer diese stattfinden, ist so gesehen subversiv.


Die "Grashalmsubversion"
Von der Subversivität der Zartheit

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