Samstag, 5. Juni 2010
Jürgen Kramer: "Im grünen Bereich 2", 2010
70 x 100cm, Öl. a. Lwd.
Jürgen Kramer: "Im grünen Bereich 2", 2010

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Bei Bild 1 dieser Reihe KLICK spricht ein Kommentar von "üppigem Grün". Auf mich wirken diese Pflanzen eher verhalten und kühl. Dazu die sauberen Wege, die dieses zweite Bild umso deutlicher durchziehen. Eine Parklandschaft, vom Menschen geformte und beschnittene Natur. Für den Städter zwar oft die einzige grüne Zuflucht, doch weit entfernt von echter Natürlichkeit und ihrer Vielfalt. Der Park als ratiogeschaffene Naturkopie? Was findet der Geist auf diesen grauen Wegen?

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Vielleicht leben wir in einer Ersatzwelt und in künstlichen Paradiesen und vielleicht gestaltete unsere Sehnsucht unbeholfen die wirklichen Utopien des Menschenfriedens als Kunstbild.

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@der Park als ratiogeschaffene Naturkopie?
Nun ja, Landschaftsparks im englischen Stil anzulegen und sogar mit nachgebauten Ruinen noch romantischer zu gestalten, das galt einmal als hohe Kunst, lange bevor das Wort "künstlich" diesen negativ-industriellen Beigeschmack bekam, den es heute hat.

Natürlich kann der Geist auf diesen grauen Wegen den Verlust des Paradieses der "echten Natürlichkeit" bejammern soviel er will. Er täte sich aber womöglich einen größeren Gefallen, sich an dem Grün zu erfreuen, solange es sprießt. Der Winter kommt schnell genug - auch für von Menschenhand gepflanzte Bäume.

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@Der Winter kommt schnell genug
Auch der Winter ist Natur, nur die sinnliche Erfahrung ist dann eine andere. Und mit seiner harten Kälte zeigt er, dass die wirkliche natürliche Natur nicht nur sehnsuchtsschön, sondern auch bedrohlich und gefährlich sein kann. Dies ist eine wesentliche "Qualität", die der Mensch aus seiner Wirklichkeit herauszusortieren strebt.

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